Seit 2020 bietet der NABU im Kreis Groß-Gerau jungen Menschen die Möglichkeit, ein freiwilliges ökologisches Jahr zu absolvieren, um Erfahrungen zu sammeln, tatkräftig mitzuarbeiten und sich persönlich weiterzuentwickeln.
Ab dem Jahr 2023 stellt der NABU Kreis Groß-Gerau eine zweite Freiwilligen-Stelle zur Verfügung. Diese ist zwar als Bundesfreiwilligendienst (BFD) gekennzeichnet, beinhaltet aber dennoch die gleiche Arbeit wie das FÖJ.
Was man beim NABU so alles im FÖJ erlebt, erzählen Antonia und Dominik weiter unten.
Hallo, ich bin Dominik, 18 Jahre alt und komme aus Weiterstadt.
Anfang September habe ich mein BFD beim NABU begonnen und werde jetzt als Nachfolger von Finn hier meine Erfahrungen teilen.
Hallo, ich heiße Antonia, bin 19 Jahre alt und komme aus Hochheim.
Ich habe im September mein FöJ beim NABU angefangen und werde hier ein bisschen davon erzählen.
Dominiks Bericht
Der Juli war wieder etwas ruhiger. Viele waren im Urlaub und so hatten auch wir weniger auswärts zu tun.
In der ersten Woche war ich alleine und so kümmerte ich mich um die Website und die Instagram Kanäle. Da Jürgen aus Büttelborn leider noch krank war, viel der Einsatz im Orchideenbiotop aus.
Donnerstags war ich dann ein letztes Mal vor den Schulferien in der Grundschule bei der Garten AG, wo wir zusammen mit den Kindern zur nahe gelegenen Eisdiele gingen.
Der Freitag in Walldorf war diesmal ganz besonders. Zwar waren wir nicht außerhalb unterwegs, sondern arbeiteten „nur“ an der Hütte im Nassen Tal, jedoch ließen sich die Tiere davon nicht stören. Trotz des Lärms der Schleifmaschine und des Hammers beim Ausbessern des Tisches schaute am Teich ein Eisvogel vorbei. Kaum hatte ich wieder angefangen, sah ich auf dem Weg einen großen Damhirsch auf mich zukommen. Kaum beirrt von den außergewöhnlichen Geräuschen folgte ein zweiter. Und so leise, wie sie gekommen sind, verschwanden sie nach ein paar Minuten auch wieder.
In Büttelborn kümmerten wir uns die Woche darauf wieder um die Pflege der Orchideen und zogen noch ein paar Stäbe, um die
Zahl der zur Blüte gekommenen Pflanzen zu ermitteln.
Auch das Insektenhotel in Walldorf haben wir fertig gebaut und aufgestellt. Leider hatten wir nicht genug Materialien, um es ganz aufzufüllen und so muss da noch mal Hand angelegt werden.
Mit Detlef waren wir Samstags nach einigen Startschwierigkeiten zumindest noch einen Schleiereulenkasten kontrollieren, in
dem wir auch eine sahen.
Nach zwei Wochen Urlaub war ich dann auch wieder dabei und wir haben uns ein wenig um den Grünschnitt im Orchideenbiotop und um ein paar ins Wasser gefallene Äste gekümmert.
Antonias Bericht
Der Juli hat bei mir mit meinem Abschlussseminar gestartet. Für meine Gruppe ging es nach Otterndorf an die Nordsee, wo wir eine Wattwanderung und einen Tagesausflug nach Hamburg gemacht haben. Ansonsten haben wir aber natürlich auch viel Zeit mit Austausch, Rückblick und Reflexion verbracht.
Ansonsten war der Juli eher ruhig und es gab nur wenige Einsätze, da auch viele Leute im Urlaub waren.
Wir haben also viel Zeit im Homeoffice verbracht, wo ich mich hauptsächlich um Plakate für den Schaukasten in Berkach und um Instagram gekümmert habe.
Einmal waren wir auch wieder mit Detlef unterwegs, um Schleiereulenkästen zu kontrollieren. Den Einsatz mussten wir zwar früher abbrechen, aber einen Kasten konnten wir trotzdem noch kontrollieren, worin wir auch eine Schleiereule entdeckt haben. Außerdem war es an der Zeit, den Kiebitzzaun bei Riedstadt wieder abzubauen.
Da die Orchideen mittlerweile verblüht sind, habe ich im Orchideen-Biotop zwei Nachmittage damit verbracht, die Fruchtknoten der Pflanzen zu zählen, die wir im Frühjahr bereits vermessen hatten.
In Walldorf waren wir nach längerer Zeit mit den Vorbereitungen für unser Insektenhotel soweit fertig, sodass wir es dann aufstellen, befüllen und die Infotafeln anbringen konnten, auch wenn wir leider immer noch nicht genügend Material hatten, um es ganz aufzufüllen.
Mit Ruth habe ich außerdem den Eidechsenhaufen auf einer Fläche von störendem Bewuchs befreit und wir haben auf verschiedenen Flächen Müll gesammelt und giftige Pflanzen entfernt, bevor diese dann gemäht werden. Auch Brombeeren und andere Aufwüchse mussten wir noch entfernen.
Ende des Monats hatte ich die Möglichkeit, gemeinsam mit Detlef zwei Wanderfalken wieder auszuwildern, bevor ich dann noch zwei Wochen Urlaub hatte.
Dominiks Bericht
Zusätzlich zu den Instagram-Beiträgen startete der Juni in Büttelborn, wo wir die letzten Orchideen zählten, maßen und
Unkraut entfernten, um deren Ausbreitung zu kontrollieren. Wegen der anhaltenden Trockenheit war es notwendig, in diesem Monat häufig zu gießen, um einige Pflanzen vor dem Verwelken zu
schützen.
In Walldorf war es an der Zeit, unser Insektenhotel weiter zu bauen. So bauten wir das Grundgerüst und das Dach fertig und strichen noch die restlichen Wände. Ebenso reparierten wir ein
zerstörtes Wegschild (ist jetzt leider wieder zerstört worden) und entfernten noch einige invasive Pflanzen.
Zusammen mit Detlef waren wir samstags wieder dabei, Schleiereulenkästen zu kontrollieren. Neben Schleiereule und Steinkauz
waren nun die ersten Turmfalkenküken geschlüpft und bettelten nach Futter.
Mit Martina suchten wir auf unseren Flächen nach verschiedenen Insekten, was wir sonntags dann auch mit der NAJU nachholten, und halfen in Dornheim bei der Garten AG der Grundschule.
Außerdem mussten wir einen verletzten Jungstroch in eine Auffangstation bringen. Also machten wir uns auf den Weg in die Pfalz, wo der Storch nun gesund gepflegt werden kann. Vermutlich hat sich
dieser nur den Flügel etwas geprellt, als er aus seinem Nest gefallen ist.
Neben dem Insektensommer bei Hessenwasser, wo wir eine Stunde lang die verschiedensten Insekten suchten, stand auch mein letztes BFD Seminar an. Diesmal auf einem Zeltplatz direkt am Edersee. Abgesehen von den Waschbären, die dort nachts teilweise die Zelte plünderten, verlief dort auch alles reibungslos. So hatten wir viele Workshop Angebote und machten einiges mit anderen NABU BFDlern aus anderen Regionalstellen.
Den Schluss brachte eine weitere Kontrolle von Schleiereulenkästen und Steinkauzröhren mit Detlef, wo wir eine
Familie Steinkäuze in einen mardersicheren Kasten umsiedeln mussten, da ein Elternteil leider in der Röhre gerissen wurde.
Mit der NAJU waren wir am letzten Tag noch am Angelsee in Wolfskehlen und brachten den Kindern dort etwas über die verschiedenen Lebewesen im und am Wasser bei.
Antonias Bericht
Der Juni hat damit angefangen, dass wir im Orchideen-Biotop die letzten Pflanzen vermessen haben. Dort musste außerdem Unkraut entfernt werden, bevor es sich weiter ausbreiten kann.
Neben den Tagen im Homeoffice, wo wir vor allem an Posts für Instagram gearbeitet haben, waren wir auch öfter auf verschiedenen Blühflächen
unterwegs, um nach Insekten zu schauen. So haben wir uns mit Martina, mit der NAJU-Gruppe und auch in Kooperation mit Hessenwasser auf die Suche nach den verschiedensten Insekten gemacht, von
denen man im Juni besonders viele entdecken konnte.
Auch bei der Garte-AG konnten wir wieder helfen.
Wir haben außerdem einen Jungstorch, der aus dem Nest gefallen und sich vermutlich den Flügel geprellt hatte, in eine Auffangstation in die Pfalz gebracht. Dort wird er nun gepflegt und aufgepäppelt, bevor er wieder in die Freiheit entlassen werden kann.
In Walldorf haben wir an unserem Insektenhotel weiter gebaut, die übrigen Teile dafür gestrichen und ein Schild auf dem Lehrpfad erneuert, was zuvor und mittlerweile leider auch schon wieder zerstört wurde. Wir waren auch wieder auf den Obstwiesen unterwegs, um Bäume zu gießen, ein paar Gartenschläferkästen aufzuhängen und das Jakobskreuzkraut zu entfernen. Im Nassen Tal haben wir die Türen der Hütten, das Insektenhotel dort sowie den Tisch und die Bank abgeschliffen und neu gestrichen. Ich war auch wieder beim Fledermausspaziergang dabei, wo wir neben verschiedenen Fledermäusen auch Glühwürmchen beobachten konnten.
Mit Detlef waren wir zweimal unterwegs, um Schleiereulenkästen und Steinkauzröhren zu kontrollieren, wobei wir auch Turmfalkenküken entdecken konnten. Außerdem haben wir uns dazu entschieden, eine Steinkauzfamilie in eine Röhre mit Marderschutz umzusiedeln, da einer der Elternvögel bereits vom Marder erwischt wurde.
Ende Juni musste dann noch der Kiebitzzaun bei Wallerstädten abgebaut werden und es stand ein weiteres NAJU-Treffen an, dieses Mal zum Thema Tiere im und rund um den Teich.
Danach ging es für mich dann noch zu meinem letzten Seminar.
Dominiks Bericht
Der erste Mai begann direkt mit einer Vogelstimmenwanderung, an der uns Frank Gröhl durch die Vogel- und Pflanzenwelt begleitete und mit einem ausgewogenen Frühstück endete.
Da die Insekten nun im vollen Gange waren, war es an der Zeit, die Insektenhotels in Groß-Gerau zu kontrollieren und wir machten uns auf den Weg in die Kitas, um Auffälligkeiten zu notieren. In Walldorf bewässerten wir Jungbäume, nahmen an einem Fledermausspaziergang teil und machten mit der Deutschen Bank einen Social Day zum Thema Insektenhotels.
In Dornheim kontrollierten wir noch das Insektenhotel der Grundschule und halfen dort bei der Garten AG. Außerdem veranstaltete Frank Gröhl auch hier eine Vogelstimmenwanderung zum Thema Nachtigall, wo wir auch Blaukehlchen, Rohrweihen und Sumpfrohrsänger hören und sehen konnten.
Da das Wasser der Bruchwiesen stark zurückgegangen ist, war es nun auch an der Zeit, die Rinder auf die Fläche zu lassen. In zwei Einsätzen stellten wir somit die Zäune und mähten das Gras darunter kurz.
In Büttelborn stand die Zählung der Orchideen an, weshalb wir nun öfter da waren und zusammen die Pflanzen vermaßen und die Blüten und Blätter zählten. Mit Detlef Warren kontrollierten wir Schleiereulenkästen und Steinkauzröhren mit einigen Bruten und Altvögeln.
Den Abschluss machte der Ökomarkt in Erfelden. Auch hier war das Highlight wieder unsere Schleiereule Hedwig.
Antonias Bericht
Anfang Mai ging es für mich zu meinem nächsten Seminar nach Ober-Mörlen, wo wir dieses Mal selbst gekocht und uns mit dem Thema Wildkräuter beschäftigt haben.
Da aktuell viele Insekten unterwegs sind, haben wir die Insektenhotels in den Kitas in Groß-Gerau und in der Grundschule in Dornheim kontrolliert.
In Dornheim konnten wir auch wieder bei der Garten AG helfen und bei einer Vogelstimmenwanderung dabei sein.
Außerdem haben wir uns um die Sandarien und Eidechsenhaufen auf unseren Flächen gekümmert.
Auch bei der NAJU konnte ich wieder mithelfen. Dieses Mal waren wir im Wald in Wallerstädten unterwegs, wo Barbara und Johannes den Kindern etwas zu Vögeln und Vogelstimmen erzählt haben.
In Walldorf haben wir uns um den Lehrpfad gekümmert, die jungen Bäume gegossen und konnten bei einem Fledermausspaziergang dabei sein. Außerdem haben wir am Insektenhotel weitergearbeitet, wobei auch Mitarbeiter der Deutsche Bank unterstützt haben, die für ihren Social Day nach Walldorf kamen.
Im Büttelborn war es an der Zeit, die Orchideen zu dokumentieren. Also haben wir die Pflanzen und Blätter vermessen und die Blüten der einzelnen Pflanzen gezählt.
Auch in den Bruchwiesen gab es wieder einen Einsatz. Da die Flächen nun trocken genug für die Rinder waren, mussten die Zäune gestellt und die Wiese darunter gemäht werden.
Mit Detlef waren wir wieder unterwegs, um Schleiereulenkästen und Steinkauzröhren zu kontrollieren.
Ende des Monats stand dann noch der Ökomarkt in Erfelden an.
Dominiks Bericht
Durch Resturlaub von 2024 und einer Woche Seminar war der April für mich sehr ruhig.
In Büttelborn haben wir im Orchideenbiotop weiter gearbeitet, ich half Andrea im Heißfeldwald Nistkästen aufzuhängen, die durch Stürme verloren gegangen waren und im Nassen Tal haben wir mit
einer Gruppe Kinder aus den restlichen Ästen der Apfelbäume eine Benjeshecke angelegt.
Danach stand mein Seminar in Heiligkreuzsteinach an mit dem Thema „Naturleben und Umweltbildung“. In verschiedenen Workshops
konnten wir etwas für Wildkräuter, Feuer, Bushcraft und Schnitzen lernen und haben die Einsatzstelle Heidelberger Zoo besucht.
In Nauheim stand die Wiedehopfwanderung an, wo wir zwar leider aufgrund des Wetters keinen Wiedehopf antrafen, jedoch einige andere Tiere sehen und hören konnten.
Samstags hat die Naturkita Stockstadt einen Tag der offenen Tür veranstaltet, wo wir mit Ilka, Jochen und Detlef den NABU vertreten haben. Das Highlight für die Kinder war unsere Schleiereule Hedwig.
Das Ende machte dann am nächsten Tag die Vogelstimmenwanderung in Walldorf. Zahlreiche Interessierte waren anwesend und hörten den Geschichten und der Expertise von Bernd Petri gespannt, aber auch mit lockerer Stimmung zu. Im Nachhinein gab es noch ein ausgiebiges Frühstück im Nassen Tal.
Antonias Bericht
Den Monatswechsel habe ich bei meinem nächsten Seminar verbracht. Dieses Mal hatte ich die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Angeboten zu wählen. Ich habe mich für ein Seminar zum Thema Antisemitismus entschieden, für das wir als Gruppe, gefördert vom deutsch-tschechischen Zukunftsfonds, nach Theresienstadt und Prag reisen konnten, wo wir uns viel mit dem Thema auseinandergesetzt und mit einer Gruppe tschechischer Studenten zusammengearbeitet haben. Das Seminar war sehr interessant und in Prag hatten wir auch noch ein bisschen Zeit, uns die Stadt anzuschauen.
Durch mein Seminar und eine Woche Urlaub war der April insgesamt eher ruhig, aber es gab trotzdem einige spannende Einsätze.
Die Arbeiten am Teich im Orchideen-Biotop haben wir weitestgehend fertiggestellt und uns darum gekümmert, Löwenzahn und Knoblauchsrauke zu entfernen, damit deren weitere Ausbreitung verhindert wird.
In Walldorf konnte ich bei einer Samstagsaktion helfen, bei der wir einige Gießringe gesetzt und die Bäume dann natürlich auch gleich gegossen haben. In der nächsten Woche waren wir dann noch einen weiteren Tag damit beschäftigt, die Obstbäume zu gießen.
Außerdem war ich in Walldorf und auch in Nauheim bei einer Vogelstimmenwanderung dabei.
Bei meinem letzten einzelnen Seminartag waren wir wieder in Frankfurt und haben dort den Palmengarten und den botanischen Garten besucht.
Ende des Monats waren wir mit Ilka, Jochen und Detlef beim Tag der offenen Tür der Naturkita in Stockstadt, bei dem es einen Infostand und Bastelangebote für die Kinder gab. Besonders begeistert waren die Besucher von Hedwig, unserer Schleiereule.
Dominiks Bericht
Der März begann für mich wieder lebendiger bei der NAJU in Dornheim. Dort haben wir uns mit der Tarnung von Insekten beschäftigt. In Riedstadt haben wir einen Kiebitzzaun vorbereitet und daraufhin mit Frank Gröhl eine kleine Vogelstimmenwanderung zu dritt gemacht.
Außerdem begann die Rebhuhnkartierung, wobei wir an einem Abend sogar 4 Rebhühner hören konnten. Wir wurden jetzt wieder
regelmäßig im Orchideenbiotop gebraucht, wo wir überwiegend am kleinen Teich gearbeitet haben.
In Walldorf begann der Obstbaumschnitt, welcher sich durch den ganzen Monat gezogen hat.
Im ganzen Kreis Groß-Gerau hat Bernd Petri den März über Vorträge gehalten, bei denen wir teilweise assistieren konnten. Mit dem März kam außerdem die Sonne und gutes Wetter. Dadurch hatten wir nun endlich Zeit, die Bretter für das Hochbeet in der Grundschule Dornheim zu streichen und alles fertigzustellen, sodass der Garten AG nichts mehr im Weg stand.
Im ganzen Kreis Groß-Gerau hat Bernd Petri den März über Vorträge gehalten, bei denen wir teilweise assistieren konnten. Mit dem März kam außerdem die Sonne und gutes Wetter. Dadurch hatten wir nun endlich Zeit, die Bretter für das Hochbeet in der Grundschule Dornheim zu streichen und alles fertigzustellen, sodass der Garten AG nichts mehr im Weg stand.
Antonias Bericht
Der März hat damit angefangen, dass wir bei einem Treffen der NAJU-Gruppe mitgeholfen haben.
Da mittlerweile auch das Wetter passend war und die Garten AG der Grundschule in Dornheim wieder anfangen sollte, konnten wir endlich die Bretter für das neue Hochbeet streichen und dieses aufbauen. Wir waren dann auch gleich bei der Garten AG dabei, wo wir mit den Kindern Blumen und Kräuter eingepflanzt haben.
In Walldorf waren wir den März über hauptsächlich damit beschäftigt, die vielen Obstbäume zu schneiden. Auch im Orchideen-Biotop sind wir jetzt wieder regelmäßig im Einsatz. Dort haben wir an mehreren Stellen störenden Bewuchs entfernt und hauptsächlich an einem Rundweg um den Teich gearbeitet.
Mit Detlef waren wir wieder unterwegs, um Steinkauzröhren auszutauschen. Dabei wurden wir davon unterbrochen, dass eine Gruppe von Schafen der bedrohten Rasse „Skudde“ von ihrer eingezäunten Weide ausgebüchst war. Nachdem wir die Schafe zurückgetrieben, den Zaun vorläufig wieder aufgestellt und den Schäfer kontaktiert hatten, konnten wir unsere Arbeit fortsetzen.
Außerdem wurde bei Biebesheim ein Kiebitzzaun aufgebaut und Bernd ein paar Vorträge gehalten, bei denen wir ihn unterstützen konnten.
Ende März ging es für mich dann zu meinem nächsten Seminar.
Antonias Bericht
Auch wenn wir im Februar immer noch einige Zeit im Homeoffice damit verbracht haben, uns um Instagram zu kümmern und Plakate zu erstellen, gab es diesen Monat viele spannende Einsätze.
Ein großes Ereignis war der Aufbau des Kiebitzzauns bei Wallerstädten. Bei bestem Wetter und mit vielen Helfern war die Arbeit relativ schnell
getan und im Anschluss gab es noch einen kleinen Imbiss für alle.
Am Tag darauf konnte ich bei der letzten Synchronzählung der nordischen Gänse dabei sein, bei der wir neben den Gänsen auch einen Raubwürger
entdecken konnten.
Wir durften außerdem Bernd nach Frankfurt ins HR-Studio begleiten, wo wir erfahren haben, wie eine live Sendung abläuft. Ich war auch für einen weiteren Seminartag in Frankfurt, wo wir dieses Mal das Senckenberg Museum besucht haben.
In Büttelborn war ich zweimal auf der Streuobstwiese dabei, wo wir unter anderem Nistkästen gereinigt haben. Dabei haben wir neben verschiedenen Vogelnestern auch einige Gartenschläfer entdeckt.
Bei Wallerstädten musste noch eine Fläche gemäht werden und eigentlich stand Ende Februar auch wieder ein Einsatz im Orchideen-Biotop an, allerdings mussten wir den Termin aufgrund des Wetters leider verschieben.
In Walldorf haben wir den Februar hauptsächlich damit verbracht, Gehölze, Hecken und Obstbäume zu schneiden. Die Totholzhecke, die wir aus dem Schnittgut errichtet haben, wurde auch direkt von einem Rotkehlchen erkundet.
Wir durften außerdem zusammen mit Detlef drei Bussarde aus einer Auffangstation abholen und bei der Auswilderung dabei sein, was sehr interessant war.
Dominiks Bericht
Der Februar begann für mich mit dem ersten Treffen der NAJU im neuen Jahr. Hier sind wir mit den Kindern in den Wald gegangen und haben versucht, Bäume anhand ihrer Knospen zu bestimmen und versucht so viele wie möglich zu finden, wobei auch einiges zusammengetragen wurde.
In der ersten richtigen Februar-Woche stand für mich nicht wirklich viel an, da ich krankgeschrieben wurde.
In der zweiten Woche waren wir mit Bernd zusammen beim HR und haben uns angeguckt, wie eine live Sendung abläuft. Ebenfalls war der HR bei uns zu Besuch und hat mit uns eine kurze Schalte zum Thema Nistkastenreinigung, wobei wir auch einen kleinen Gartenschläfer zeigen konnten.
Generell gab es in dieser Woche noch einiges zu tun. So hatten wir am Freitag nach Walldorf noch eine Auswilderung dreier Bussarde mit Detlef und am Samstag eine Nistkastenkontrolle und Reinigung in Büttelborn, wo wir erstaunlich viele Gartenschläfer vorfanden.
In der vorletzten Woche halfen wir in Wallerstätten einen Acker von übermäßigen Bewuchs freizumachen und ich begleitete Bernd für 3 Tage nach Göttingen auf die Storchentagung, wo ich ein bisschen bei der Technik helfen konnte und einige interessante Vorträge hören und sehen durfte.
In der letzten Woche war dann mein Seminar zur politischen Bildung, wo wir uns überwiegend über die Politik in den USA und
über die Bundestagswahlen austauschten.
Insgesamt war der Februar noch relativ ruhig, jedoch mit einigen schönen Einsätzen bestückt.
Dominiks Bericht
Der Januar verlief relativ ruhig. Am ersten Tag waren wir alleine in Walldorf und kümmerten uns um die Auffüllung der Futterhäuschen und arbeiteten weiter an unserem Insektenhotel. Ebenso bereiteten wir die Ferienbetreuung in der Grundschule Dornheim vor. Da es relativ stürmisch war, mussten wir allerdings etwas früher abbrechen.
Mittwochs waren wir dann zum ersten Mal in der Grundschule Büttelborn. Dort bastelten wir mit den Kindern der Ferienbetreuung Nistkästen, die die Kinder natürlich mit nach Hause nehmen und aufhängen konnten.
Da die Stunde der Wintervögel kurz vor der Tür stand, hatten wir am darauffolgenden Tag einen kurzen Dreh mit dem HR zu diesem Thema.
Am Ende der Woche waren wir zur Ferienbetreuung in Dornheim eingeteilt und bastelten thematisch passende Wintervögel und
spielten mit den Kindern.
Die nächsten Wochen verliefen dann im allgemeinen deutlich ruhiger. Wir waren viel im Homeoffice und bereiteten Posts für Instagram vor.
An unserem festen Tag in Walldorf kontrollierten wir einige der letzten Nistkästen und machten da mit Mäusen, Wespennestern
und einigen schönen zurückgelassenen Eiern ganz nette Entdeckungen.
Zudem stand in einem Samstagseinsatz ein weiteres Monitoring der nordischen Gänse im Ried an, wo wir zwei Trauerschwäne entdeckten und eine männliche Kornweihe bei der Jagd beobachten durften.
Ende Januar war es nun auch soweit, die Äcker für den Kiebitz vorzubereiten. So schleppten wir Stangen für die Zäune auf den Acker und stellten ein Grundgerüst auf, um die nächste Aktion zu vereinfachen.
Auf der Streuobstwiese Büttelborn hackten wir zur besseren Wasserversorgung die Baumscheiben frei und in Walldorf
kontrollierten wir die letzten Nistkästen, sammelten Müll auf und schneideten schon mal einen der Apfelbäume.
Insgesamt ein relativ ruhiger, aber dennoch abwechslungsreicher Monat.
Antonias Bericht
Der Dezember verlief wieder sehr ruhig und es gab nur wenig draußen zu tun.
Direkt am Anfang des Monats konnte ich den NABU Büttelborn auf dem Weihnachtsmarkt unterstützen. Außerdem waren wir bei der ersten Gänsesynchronzählung in diesem Winter dabei.
Die zweite Dezemberwoche hat bei mir mit einem Tag Urlaub gestartet. Danach hatte ich noch einen einzelnen Seminartag, bei dem wir uns als Seminargruppe in Frankfurt getroffen haben.
Grundsätzlich haben wir die meiste Zeit im Dezember aber zu Hause verbracht. Da wir demnächst dabei helfen werden, die Weißstorchdatenbank für Hessen auszufüllen, haben wir dazu schonmal eine Einführung erhalten. Ansonsten haben wir uns um Instagram und die Website gekümmert, aber auch Plakate erstellt und angefangen, die Ferienbetreuung für die Grundschulen in Büttelborn und Dornheim vorzubereiten.
In Walldorf konnte ich Ruth dabei helfen, die Plakate für den Jahresrückblick 2024 zu erstellen und aufzuhängen. Außerdem wurde die Hütte im Nassen Tal weihnachtlich dekoriert. Am Waldlehrpfad haben wir Nistkästen kontrolliert und uns um die Schautafeln gekümmert. Dort mussten Dächer bzw. Dachpappe erneuert und neue Infotafeln sowie Wegweiser aufgestellt werden.
Bei einem Einsatz in den Bruchwiesen wurden für dieses Jahr noch die letzten Zäune abgebaut und außerdem konnten wir zum ersten Mal auf dem Kiebitzacker aushelfen, wo ein Graben freigeschnitten werden musste. Abgeschlossen haben wir den Monat mit einem Motorsägenkurs.
Da wir über Weihnachten und Silvester Urlaub hatten und es generell nicht allzu viel zu tun gab, war der Dezember insgesamt also relativ ruhig. Trotzdem konnte ich aber einige spannende Dinge erleben.
Dominiks Bericht
In diesem Monat war schon alles viel ruhiger. Auch wenn wir immer einmal pro Woche in Walldorf und einmal in Büttelborn waren, stand mehr Arbeit im Homeoffice an und wir konnten uns um die Website und die Instagramkanäle kümmern. Dazu hat uns auch der NABU Worfelden angefragt, dessen Kanal und teilweise auch die Website wir jetzt mitbetreuen und auch bei den Arbeitseinsätzen helfen.
War es in der Woche umso ruhiger, hatte ich dafür jedes Wochenende einen Einsatz. So habe ich an einem Tag mit Detlef und Antonia Steinkauzröhren kontrolliert und ausgetauscht und am zweiten Samstag des Monats war dann mein erster Einsatz mit den Worfeldern. Hier haben wir neben normalen Nistkästen auch noch Steinkauzröhren kontrolliert und wurden am Ende auch noch fündig.
Außerdem konnten wir jetzt auch das ausgebrannte Fach des Insektenhotels in der Kita auf Esch reparieren und schon mal mit der Reparatur bzw. dem Bau eines neuen Hochbeetes in der Grundschule Dornheim anfangen. Durch die Temperaturen hat sich das Ganze jedoch etwas schwieriger gestaltet, weshalb wir noch etwas warten müssen, bis es richtig losgehen kann.
Im Rathaus Walldorf durften wir eine sehr interessante Infoveranstaltung zum Thema Wasser im Ried besuchen, bei der einige Redner vom NABU, BUND und Hessenwasser ihre Sichtweisen darstellten. Einen Tag später hatten wir einen Schnittlehrgang des LPV, bei dem ich noch relativ viel lernen konnte und mein neu dazugekommenes Wissen hoffentlich auch in der Praxis anwenden kann.
Auch in Walldorf standen weitere Nistkastenkontrollen und die Kontrolle und Reparatur von Steinkauzröhren an. Steinkäuze haben wir leider nicht gefunden, wurden aber dafür von einem Marder überrascht. Da hat sich das Aufhängen der Röhre natürlich dann erledigt.
Zu guter Letzt hatten wir noch einen Arbeitseinsatz in der Atzelwiese bei Worfelden, wo wir Müll sammelten und weitere Nistkästen kontrollierten. Mit den Kindern der NAJU hatten wir dann noch ein Treffen, bei dem wir Weihnachtskarten mit Blättern gebastelt und Apfelpfannkuchen gegessen haben.
Die erste Pflanzung eines Hochzeitsbaumes im Ankenrod und der Weihnachtsmarkt in Büttelborn ließen den November dann insgesamt ganz rund abschließen.
Antonias Bericht
Im Oktober gab es wieder einiges zu tun.
Im Gegensatz zum September war diesen Monat die Bildungsarbeit ein Schwerpunkt.
So haben wir mit den vier ersten Klassen der Wilhelm-Arnoul-Schule in Walldorf einen Ausflug zum Thema Apfel gemacht. Dabei ging es mit den Kindern auf eine der Streuobstwiesen und anschließend
ins Nasse Tal, wo sie den Apfelsaft probieren durften.
Außerdem waren wir in den Herbstferien zwei Vormittage in der Grundschule in Dornheim und haben dort bei der Ferienbetreuung geholfen. Dafür haben wir uns ein Programm zum Thema Eichhörnchen und
eins zu Fledermäusen ausgedacht.
Ende des Monats durften wir die NAJU-Gruppe Dornheim begleiten, in der die Kinder dieses Mal Landart gemacht, also ein Kunstwerk aus Naturmaterialien gelegt haben.
Natürlich gab es aber auch neben der Bildungsarbeit viel zu tun.
In Walldorf haben wir einige Streuobstwiesen gepflegt, die Hecke am Nassen Tal geschnitten und auch die Böschung des Teiches von überschüssigem Bewuchs befreit. Auf einer Streuobstwiese haben wir
zwei Steinkauzröhren kontrolliert, von denen eine umgehängt werden musste.
Ich konnte Ruth außerdem bei der evangelischen Frauenhilfe unterstützen, wo sie einen Vortrag über den NABU Walldorf gehalten hat.
Auch in Crumstadt, Leeheim und Erfelden haben wir zusammen mit Detlef Warren Steinkauzröhren gereinigt, umgehängt und neue aufgehängt sowie zwei Schleiereulenkästen kontrolliert. Auch wenn wir dabei leider keine Steinkäuze, sondern nur Mäuse gesehen haben, hat mir diese Arbeit viel Spaß gemacht.
Neben den wöchentlichen Terminen in Walldorf sind wir jetzt auch öfter in Büttelborn beschäftigt. Diesen Monat waren wir regelmäßig im Orchideen-Biotop, wo wir bei der Pflege des Geländes helfen.
Natürlich waren im Oktober auch die Wahl zum Vogel des Jahres 2025 und der Kranichzug ein großes Thema.
Ende des Monats ging es für mich wieder nach Kronberg, da mein zweites Seminar anstand. Wir haben wieder über einige interessante Themen wie zum Beispiel Stress und Stressbewältigung gesprochen und auch eine kleine Wanderung durch den Taunus gemacht.
Insgesamt war der Oktober wieder sehr interessant und ich konnte viele neue Erfahrungen sammeln.
Dominiks Bericht
In meinem ersten Monat im BFD hieß es erst einmal sich mit allem vertraut machen und viele nette Leute kennenlernen. Leider
war ich in der ersten Woche direkt krank, konnte mich aber dennoch in die Erstellung von Insta Posts einarbeiten und mich mit der Website vertraut machen.
Da wir im ersten Monat noch mit dem ehemaligen BFDler Finn zusammenarbeiten konnte, verlief der Anfang eigentlich recht gut und man hat alles gut erklärt bekommen.
Trotz neu Anfang war mein erster Monat doch relativ abwechslungsreich und man konnte in viele Bereiche reingucken.
Von Apfelernten über Insektenhotels bis Nistkasten Kontrollen konnte ich viele Einblicke in die Arbeit des NABU
bekommen.
In den ersten Tagen haben wir den Kitas in Groß-Gerau einen Besuch abgestattet und die Insektenhotels kontrolliert und dokumentiert. Für Fächer, die ausgetauscht werden müssen, haben wir Hölzer
gebohrt, sowie Bambus und Schilf geschnitten und somit in der Grundschule in Dornheim ein paar Fächer austauschen können.
Zum Keltern haben wir auf den Flächen des NABU Walldorf, Büttelborn und Groß-Gerau Äpfel geerntet und durften natürlich auch jeden Apfel probieren.
Die Äpfel von den Streuobstwiesen aus Groß-Gerau haben wir dann an einem Wochenendeinsatz gekeltert und leckeren Apfelsaft daraus gemacht.
Wie auch unserer Vorgänger Tom, durften auch wir im September die Nistkästen und Fledermauskästen kontrollieren, wo sich
auch einige Überraschungen versteckt haben. In rund der Hälfte fanden wir Nester und teilweise auch Eier vor und in zwei Nistkästen sogar Nester von Gartenschläfern, von denen wir auch einen beim
Schlafen beobachten konnten.
Auch bei der Kontrolle der Fledermauskästen haben wir ein bisschen was gefunden. Leider konnten wir keine Fledermäuse sehen, jedoch durfte ich das Vergnügen machen, dass mir ein sehr gut
genährter Gartenschläfer ans Bein gesprungen und dann im Wald verschwunden ist.
Auch in den Bruchwiesen stand für mich Arbeit an und ich durfte helfen die Weide für die Rinder umzustellen.
Insgesamt war mein erster Monat sehr abwechslungsreich und hat mir großen Spaß gemacht und es gab auch viel zu lachen. Die Übergangsphase mit Finn hat auch noch mal viel ausgemacht und geholfen
und freue mich schon auf weitere schöne Monate mit den Helfern und Mitgliedern des NABU!