Seit 2020 bietet der NABU im Kreis Groß-Gerau jungen Menschen die Möglichkeit, ein freiwilliges ökologisches Jahr zu absolvieren, um Erfahrungen zu sammeln, tatkräftig mitzuarbeiten und sich persönlich weiterzuentwickeln.
Ab dem Jahr 2023 stellt der NABU Kreis Groß-Gerau eine zweite Freiwilligen-Stelle zur Verfügung. Diese ist zwar als Bundesfreiwilligendienst (BFD) gekennzeichnet, beinhaltet aber dennoch die gleiche Arbeit wie das FÖJ.
Was man beim NABU so alles im FÖJ erlebt, erzählen unsere Vorgänger Dominik und Antonia Hier.
Hallo, ich bin Hannes, 19 Jahre alt und komme aus Trebur.
Anfang August habe ich mein BFD beim NABU begonnen und werde jetzt als Nachfolger von Dominik hier meine Erfahrungen teilen.
Hallo, ich bin Moritz, 18 Jahre alt und komme aus Nauheim.
Im September hab ich mein FÖJ beim NABU angefangen und teile euch hier etwas von meinen Erfahrrungen.
Moritz' Bericht
Der Mai begann mit Homeoffice bis einschließlich Mittwoch, bei dem vor allem organisatorische Aufgaben im Vordergrund standen. Danach habe ich mich verletzt und war für eine Woche krank, sodass ich in dieser Zeit pausieren musste.
In der dritten Woche konnte ich wieder langsam einsteigen. Im Naturkindergarten in Stockstadt haben wir den Kindern Vogelkästen gezeigt und gemeinsam Materialien für Fühlkästen gesammelt.
Außerdem war ich am Dienstag in Büttelborn und am Freitag in Walldorf im Einsatz. Zusätzlich habe ich an einer Führung durch das Biotop in Büttelborn teilgenommen.
In der vierten Woche waren wir in Büttelborn im Einsatzund haben in Dornheim auf den Flächen Bänke und Sandarien freigemäht. Ab Mittwoch haben wir Insektenhotels in Kindergärten kontrolliert.
Am Donnerstag waren wir in der Garten-AG beteiligt und am Freitag waren wir in Walldorf und haben dort gemeinsam einen Schuppen renoviert.
Moritz' Bericht
Der April begann mit dem Ende der Bildungsreise, die einen wichtigen Abschluss des Vormonats bildete.
Danach stand das Ausräumen der Ludwigsaue auf dem Programm. Am Donnerstag war ich in der Ferienbetreuung im Einsatz, bei der wir mit den Kindern Bärlauchquark gemacht haben, und am Freitag ging es nach Walldorf sowie erneut auf die Ludwigsaue.
In der zweiten Woche wurde die Arbeit auf der Ludwigsaue abgeschlossen.
Außerdem war ich am Dienstag in Büttelborn aktiv. Zusätzlich ging es nach Walldorf, zur Garten-AG sowie nach Dornheim, sodass die Woche sehr abwechslungsreich war.
In der dritten Woche wechselten sich Homeoffice-Tage mit Einsätzen in Dornheim, Büttelborn und Walldorf sowie der Garten-AG ab.
Am Donnerstag nahm ich an der Mitgliederversammlung in Groß-Gerau teil, bei der ein guter Einblick in die Vereinsarbeit möglich war.
Die letzte Woche des Monats verbrachte ich auf einem Seminar, das weitere spannende Inhalte und neue Eindrücke bot.
Hannes' Bericht
Der März war sehr vielseitig. Dieses Mal ging es raus auf die Felder bei Leeheim, um am Rebhuhn Monitoring teilzunehmen. Wir haben also den Balzruf eines Rebhuhn Männchens über eine Musikbox
abgespielt und gewartet, bis wir eine Antwort bekommen. Dabei wird eine vorgegebene Strecke abgelaufen und aufgeschrieben, wie viele Tiere man gehört hat. Ich denke der Vollmond hat das ganze
beim ersten Mal etwas begünstigt, weil wir beim zweiten Mal nicht mehr so viele gehört haben.
In der darauffolgenden Woche wurden in der Fasanerie in Groß-Gerau drei Storchennester aufgebaut, die zuvor durch das Fällen der Bäume, auf denen sie vorher waren, heruntergenommen werden
mussten. Ich habe also alles für Instagram dokumentiert, während Holzplatten und Drähte mit einer Hebebühne auf die Bäume befestigt wurden.
Der NABU Walldorf hatte außerdem Mitgliederjahreshauptversammlung. Ruth hat einen kleinen Jahresrückblick gegeben und ich durfte mich um die PowerPoint Präsentation kümmern. Nach einer kleinen
Urkundenvergabe war es auch schon vorbei.
In der vorletzten Woche war ich mit Detlef unterwegs. Wir sind nach Stockstadt gefahren und haben die Eulenkästen in den umliegenden Höfen und Kirchen kontrolliert. Leider haben wir nur
umgewühltes Material gefunden.
Außerdem haben wir mit Frank im Naturkindergarten Nistkästen aufgehängt und den Kindern erklärt, welcher Vogel in welches Nest geht.
Moritz' Bericht
Der März begann mit praktischer Naturschutzarbeit. Am Montag haben wir in Nauheim bei den Wiedehöpfen geholfen und die Fläche gepflegt. Außerdem wurden Eidechsenhaufen gereinigt und instand gehalten, um den Lebensraum der Tiere zu verbessern.
Am Dienstag waren wir in Leeheim beim Dreh des HR dabei, bei dem Hannes und ich als Statisten mitgewirkt haben.
In der zweiten Woche war ich auf einem Seminar, bei dem wir eine Woche lang im Taunus wandern waren. Dabei legten wir täglich etwa 20 Kilometer zurück und konnten Natur, Gemeinschaft und Ausdauer intensiv erleben.
Am Sonntag hatten wir außerdem einen Stand zu den Bruchwiesen in Büttelborn bei der Feier des Lions Clubs.
In der dritten Woche waren wir in Dornheim, Büttelborn und Walldorf im Einsatz. Zusätzlich gab es ein Online-Meeting zur Vorbereitung einer Bildungsreise.
Die vierte Woche war Urlaub. Am Ende des Monats fand dann die Bildungsreise nach Berlin zum Thema Klima statt, bei der wir uns intensiv mit Klimaschutz und Klimapolitik beschäftigt haben.
Hannes' Bericht
In der ersten Februarwoche hatte ich wieder Seminar. Dieses Mal „Politische Bildung“, das einzige Pflichtseminar, dass nicht vom NABU betreut wird. Es ging um Demokratie und Rechtswesen. Am letzten Tag waren wir im Amtsgericht Rottenburg und haben und zwei Verhandlungen angesehen. Bei der ersten wurde der Angeklagte wegen Beleidigung von zwei Polizisten beschuldigt. Es gab ein Beweisvideo von einer Bodycam und die Zeugenaussagen de beiden Polizisten, was am Ende zu einer Geldstrafe geführt hat. Die zweite Verhandlung war vergleichsweise kurz. Nur 20 Minuten.
Zurück im Kreis Groß-Gerau kam am darauffolgenden Donnerstag ein Kameramann vom Hessischen Rundfunk zu uns nach Walldorf und wir durften mit Ruth Nistkästen säubern. Der Bericht wurde dann am Abend in „Alle Wetter“ ausgestrahlt. (https://www.ardmediathek.de/video/alle-wetter/alle-wetter-vom-12-02-2026/hr/YTk1NGY4NGEtZmU0OC00ODkwLWI4YzMtYTlmN2ZkZDBjNjk5)
Danach ging es für uns auf einen Kiebitzacker zwischen Wallerstädten und Geinsheim. Dort haben wir zusammen mit Johannes erstmal alles für den Zaun vorbereitet. Also Stäbe und Draht rausgelebt und schon das Gebiet abgesteckt. Am Samstag kamen dann ganz viele Helfer, mit denen wir dann den fertigen Zaun aufgebaut haben. Leider hat es an den Tagen zuvor geregnet. Wir sind also sehr oft im Schlamm stecken geblieben. Am Ende gab es noch ein kleines Buffet mit Kuchen und Fleischwurst.
In Walldorf haben wir in der nächsten Woche damit angefangen Obstbäume zu schneiden. Ruth hat uns erklärt wie man die Bäume auslichtet, damit sich die Äste nicht in die Quere kommen, wenn der Baum das nächste Mal Früchte trägt. Dabei kam mittags Detlef vorbei und hat mit uns einen Bussard freigelassen, der in Walldorf gefunden wurde.
Moritz' Bericht
Der Februar begann mit einer Mischung aus Homeoffice sowie Einsätzen in Büttelborn und Walldorf.
In der zweiten Woche hatte ich zwei Seminartage.An einem dieser Tage besuchten wir das Senckenbergmuseum und nahmen an einer Insektenführung teil. Dabei konnte ich viel über die Vielfalt und Bedeutung heimischer Insekten lernen.
Am Freitag halfen wir bei den Vorbereitungen für den Kiebitz-Zaun in Wallerstädten. Der Zaun wurde dann am Samstag gemeinsam mit vielen Helferinnen und Helfern aufgebaut. Dieser Tag hat mir besonders viel Spaß gemacht, da viele engagierte Menschen mitgearbeitet haben und wir den Tag anschließend gemeinsam bei einem Essen ausklingen lassen konnten.
In der dritten Woche waren wir zweimal in Walldorf im Einsatz. Außerdem unterstützte ich am Sonntag die NAJU bei ihren Aktivitäten.
Die vierte Woche führte uns erneut nach Walldorf und Büttelborn. Am Samstag waren wir in Leeheim aktiv, wo eine Benjeshecke gebaut wurde. Solche Hecken bieten vielen Tierarten einen wertvollen Lebensraum und tragen zur Förderung der Artenvielfalt bei.
Der Februar war geprägt von abwechslungsreichen Aufgaben, spannenden Einblicken während der Seminartage und gemeinschaftlichen Arbeitseinsätzen im Naturschutz.
Hannes' Bericht
Dieser Monat verlief relativ ruhig. Gleich in der ersten Woche waren wir in der Ferienbetreuung in der Grundschule in Dornheim und haben mit den Kindern ein kleines Spiel zum Thema Eichhörnchen
gemacht, nachdem wir ihnen erstmal einen kurzen Einstieg mit Infos gegeben haben. Für später habe ich auch etwas zum Basteln vorbereitet, allerdings waren die Kinder nicht so motiviert, also
hatten wir am Ende nur ein paar angefangene Eichhörnchen.
Am Wochenende habe ich wieder bei der NAJU geholfen. Wir sind mit den Kindern raus aufs Feld gegangen, mit der Mission, Tierspuren zu finden. In einer großen Schubkarre hatten wir also diverses
Infomaterial, Gips und Wasser, um die Spuren dann am Ende mit nach Hause nehmen zu können. Nach einem kleinen Frühstück haben wir ein Spiel gespielt, um bei den kühlen Temperaturen etwas warm zu
werden. Katja, die Leiterin der NAJU, hatte einen Stapel Memory Karten mit Tieren darauf dabeigehabt und wir sollten unseren Partner mithilfe von den Geräuschen finden, die unser Tier macht. Ich
hatte den Fuchs und musste mir ein bisschen Hilfe holen. Wer weiß schon auswendig wie ein Fuchs macht.
Nach dem Spiel sind wir dann in kleinen Gruppen über die schlammigen Feldwege gelaufen und haben Tierspuren gesucht, die wir dann mit dem Gips befüllt haben. Ich hatte mit meiner Gruppe zwei
Rehspuren. Leider war das Verhältnis von Wasser und Gips nicht perfekt, wodurch wir etwas länger warten mussten, bis die Mischung getrocknet war. Die Kinder hatten auf jeden Fall auch ganz viel
Spaß. Fast alle waren bis zur Hüfte im Schlamm.
In Walldorf waren Moritz und ich zwei Wochen nur zu zweit. Dort haben wir abgeknickte Äste von einer Obstwiese abgeschnitten und andere Schnittarbeiten erledigt.
Ansonsten waren wir viel im Homeoffice, wo wir Posts für Instagram vorbereiten sollten. Ich war also einen Tagdraußen und habe viele Eis- und Schneestrukturen fotografiert.
Moritz' Bericht
Die erste Januarwoche begann für mich mit Urlaub, sodass ich erholt ins neue Jahr starten konnte.
In der zweiten Woche ging es wieder mit Homeoffice weiter. Donnerstags war ich außerdem in der Ferienbetreuung im Einsatz.
In der dritten Woche stand neben dem Homeoffice auch ein praktischer Einsatz an: Am Dienstag waren wir in Wallerstädten und haben Pfosten für den Kiebitz-Zaun vorbereitet. Am Samstag fand wieder eine Storchzählung statt.
In der vierten Woche waren wir neben dem Homeoffice in Büttelborn und Walldorf aktiv. In der fünften Woche verlief der Ablauf ähnlich wie in der Woche zuvor, mit Einsätzen vor Ort und organisatorischer Arbeit im Homeoffice.
Hannes' Bericht
Bei meiner zweiten Seminarwoche ging es in die nähe von Kassel. Wir haben unter anderem ein Gewächshaus mit dem Thema „die politische Pflanze“ und einen Rinderhof besucht und konnten viel über das Leben der Tiere und die Herkunft der verschiedenen Pflanzen lernen.
Ansonsten war in diesem Monat, neben einer nicht so erfolgreichen Storchenzählung (ich habe nur 15 gezählt) und einem NAJU-Treffen, nicht viel los, da ich danach schon meinen Winterurlaub hatte.
Der Dezember begann mit einer eher ruhigen Phase. Dienstags waren wir in Büttelborn im Einsatz und freitags in Walldorf unterwegs, die restliche Zeit haben wir im Homeoffice gearbeitet.
Am Samstag stand außerdem wieder eine Storchzählung an.
In der zweiten Woche war der Ablauf ähnlich. Insgesamt war im Dezember etwas weniger zu tun als in den vorherigen Monaten.
Auch in der dritten Woche blieb es bei dem gewohnten Rhythmus mit Einsätzen in Büttelborn und Walldorf sowie Homeoffice. In Büttelborn haben wir begonnen, einen Zaun zu bauen, der Wildschweine fernhalten soll.
Den restlichen Monat hatte ich Urlaub und konnte das Jahr ruhig ausklingen lassen.
Moritz' Bericht
Der November begann mit Homeoffice. Außerdem waren wir wieder im Orchideenbiotop in Büttelborn aktiv und freitags in Waldorf unterwegs.
In der zweiten Woche war das Programm ähnlich, zusätzlich haben wir am Samstag an einer Abendwanderung in Waldorf teilgenommen. Dabei konnten wir die Natur bei Dunkelheit erleben und mehr über nachtaktive Tiere erfahren.
In der darauffolgenden Woche haben wir den Zaun auf den Bruchwiesen in Büttelborn wieder abgebaut. Auch in dieser Woche gab es wieder Homeoffice, in dem wir für Instagram und die Homepage gearbeitet und neue Schautafeln entworfen haben.
In der letzten Novemberwoche fand das HR in Waldorf statt, wo ich beim Dreh für die Sendung „Alle Wetter“ dabei war. Am Wochenende haben wir außerdem beim Weihnachtsmarkt in Büttelborn mitgeholfen.
Hannes' Bericht
In der ersten Novemberwoche hatte ich mein erstes BFD-Seminar. Hier habe ich die anderen Freiwilligen aus Hessen kennengelernt und habe viel über deren Tätigkeiten und Erlebnisse erfahren.
Am Sonntag danach durfte ich dann mit Frank bei der AG Nordische Gänse mithelfen. Wir sind über Feldwege von Wolfskehlen nach Geinsheim gefahren und haben alle Gänse gezählt die wir sehnen konnten. Danach gab es noch ein kleines Frühstück beim Bäcker.
In Walldorf ging es weiter mit der Kontrolle von Vogelnistkästen. Dazu hatten wir eine Gabelstange, mit der wir die Kästen heruntergeholt haben. Es gab auch besonders tolle Funde mit diversen Eiern und wunderschönen Nestern.
Den Zaun, den wir im September aufgestellt haben, musste nun abgebaut werden. Es hatte allerdings viel geregnet, somit mussten wir den Zaun mit Gummistiefeln aufrollen und die Stäbe einsammeln. Als das erledigt war haben wir noch einen umgefallenen Baum, der über den Zaun auf die Wiese gefalle war, klein gemacht und von der Wiese entfernt.
Einen Tag später war ich mit ein paar Leuten vom NABU auf einem Workshop für Klimaanpassung der Stadt Groß-Gerau. Dort haben wir in Gruppen verschiedene Themen bearbeitet und Lösungen für Probleme gesucht, um das Klima zu verbessern.
Am letzten Wochenende des Novembers waren wir im Ankenrod, eine NABU-Fläche in Groß-Gerau Nord, und haben zusammen mit den Illka und Jochen, zwei Gärtner beim NABU, passende Löcher gegraben und verschiedene Bäume gepflanzt.
Moritz' Bericht
Der Oktober begann mit Homeoffice. In dieser Zeit haben wir uns vor allem um den Instagram Account und die Website des NABU gekümmert. So konnte ich auch von zu Hause aus an der Öffentlichkeitsarbeit mitarbeiten.
Donnerstags waren wir wieder bei der Garten-AG. Dort haben wir angefangen, gemeinsam mit den Kindern einen Barfußpfad zu bauen. Dabei konnten die Kinder verschiedene Naturmaterialien kennenlernen und aktiv mitgestalten.
In der darauffolgenden Woche ging es mit Homeoffice weiter. Zusätzlich waren wir mittwochs in Walldorf unterwegs, wo wir Fledermauskästen kontrolliert haben. Dabei habe ich gelernt, worauf man bei der Kontrolle achten muss und warum solche Kästen für den Fledermausschutz wichtig sind.
In der nächsten Woche hatten wir ein Meeting zur Erfassung der Winterstörche. Donnerstags waren wir in der Ferienbetreuung, wo wir am Barfußpfad weitergearbeitet haben. Danach ging es montags wieder ins Homeoffice, in dem wir uns weiterhin um Instagram Account und die Website kümmerten. Freitags waren wir erneut in Waldorf aktiv.
In der letzten Oktoberwoche war ich fünf Tage auf einem Seminar, das mir viele neue Eindrücke und Wissen gebracht hat. Am Samstag fand die erste Storchzählung statt, bei der ich mitgeholfen habe. Am Sonntag ging es dann zum Heufest im Ankenrod, ein schöner Ausklang eines abwechslungsreichen Monats.
Hannes' Bericht
Neben Homeoffice gab es auch im Oktober ein paar tolle Einsätze. Wir haben neben Fledermauskästen auch angefangen die Vogelnistkästen um und in Walldorf zu kontrollieren. Dabei gab es auch einen ganz speziellen Fund: ein Gartenschläfer befand sich mit viel Moos schon im Winterschlaf. Wir haben ihn also ganz schnell wieder in den Nistkasten gelegt, nachdem er herausgefallen war, als wir den Kasten geöffnet haben. Natürlich waren auch ein paar Mäuse und Siebenschläfer dabei.
Eine Brombeerhecke auf der Weidwiese, eine Blühfläche in Berkach, musste von uns zurückgeschnitten werden. Wir sind also mit einem Freischneider hingefahren und sind damit einmal durch gegangen.
Um ein bisschen Werbung für die Hütte im Nassen Tal zu machen haben ich mich an die Vogelfutterstellen gestellt und habe ganz viele tolle Aufnahmen gemacht. Damit ich die Tiere nicht störe habe ich mein Handy in der Nähe aufgestellt und gewartet. Mit einem selbstgebauten Kasten konnte ich es sogar in die Bäume hängen. Aus den Aufnahmen wurde dann zu Hause ein tolles Video, dass ich auch auf Instagram hochgeladen habe.
Moritz' Bericht
Im September hat mein FÖJ beim NABU Groß-Gerau begonnen. In der ersten Woche wurde mir erst einmal alles gezeigt: die Arbeitsbereiche, Projekte und Abläufe. So konnte ich mich gut einfinden und einen ersten Überblick über meine Aufgaben bekommen.
Gleich am ersten Samstag ging es praktisch los. In Büttelborn auf den Bruchwiesen haben wir Zäune für die dort weidenden Rinder aufgestellt. Dabei habe ich direkt gemerkt, wie wichtig diese Arbeiten für die Landschaftspflege sind.
In der zweiten Woche habe ich an der Homepage und am Instagram-Auftritt des NABU mitgearbeitet. Außerdem waren wir donnerstags in der Garten-AG der Grundschule Dornheim, wo wir gemeinsam mit den Kindern im Schulgarten gearbeitet haben.
In der dritten Woche hatte ich mein erstes viertägiges FÖJ-Seminar, bei dem ich andere Freiwillige kennengelernt habe. Am Freitag fand der NABU-Tag statt. Zusammen mit der NAJU haben wir gebastelt und ein Spiel angeboten. Thematisch drehte sich an diesem Tag alles rund um Fledermäuse.
Am Samstag darauf war das Kelterfest in Dornheim. Dort haben wir viele Äpfel verarbeitet und gemeinsam Apfelsaft hergestellt, was mir besonders viel Spaß gemacht hat.
In der darauffolgenden Woche haben wir uns wieder um Instagram und die Website gekümmert. Außerdem waren wir im Orchideen-Biotop sowie in Waldorf aktiv. Den Abschluss des Monats bildete der Tag der offenen Tür der Mülldeponie in Büttelborn, bei dem wir dem NABU geholfen und ihn unterstützt haben.
Hannes' Bericht
Am Anfang des Septembers habe ich Moritz zu seinem Beginn des FÖJs alles gezeigt und erklärt. Gleich in der ersten Woche haben wir in den Büttelborner Bruchwiesen einen Zaun für die Rinder aufgestellt. Dabei mussten zuerst die Stäbe in den Boden gedrückt werden und anschließend den Drahtzaun abgerollt werden. Ich habe währenddessen ein bisschen gefilmt und auf Instagram als Story hochgeladen.
Nach einem Sturm ist in der darauffolgenden Woche ein Baum im Orchideen-Biotop, bei dem wir immer dienstags sind, umgefallen.
Somit war die Mission: Den Baum mit einer Motorsäge klein schneiden und alle Äste und Stämme vom Weg räumen.
Etwas später stand dann das Kelterfest an. Es wurden fleißig Äpfel geschnitten und zerkleinert. Moritz und mir wurde gezeigt, wie die Saftpresse funktioniert. Danach haben wir die ganze Zeit frische Äpfel mit einem Wasserballon gepresst und den fertigen Apfelsaft zum Kochen weitergegeben. Es haben viele mitgeholfen, demnach gab es auch eine Kleinigkeit zu Essen und natürlich den Apfelsaft zum Trinken.
Ende September war besonders interessant. Ich war in der nähe der Startbahn West des Flughafens auf einer Insektenexkurion. Nachdem ein Insektenexperte und erklärt hat, welche Insekten man am Boden und an Blättern finden kann, haben wir Lupengläser und Kescher bekommen und durften selbst Insekten sammeln, die dann von dem Experten begutachtet wurden. Man konnte viel über verschiedene Arten und ihre Beziehung zueinander lernen.
Am Tag danach war der Tag der offenen Tür, bei dem der NABU einen Stand hatte. Wir haben also Fragen Beantwortet, Vogelexemplare gezeigt und vieles erklärt. Auf dem Hügel der Deponie hatten wir ein paar Spektive aufgestellt, um die Vögel, die oben auf Nahrungssuche waren, beobachten zu können und sie den Besuchern zu zeigen. Gegen Nachmittag kam dann Detlef mit einem Uhu, den er freigelassen hat.
Hannes' Bericht
Zum Beginn meines BFDs ging es für mich und Dominik (meinem Vorgänger) erstmal nach Niddatal in den Wetteraukreis. Dort haben wir an einem Seminar über Videoproduktion teilgenommen. Nach einer kleinen Besprechung und ein paar Übungen sind wir dann auf eine Fläche des NABU Wetterau gegangen und haben Material für unser Video gesammelt, das ich dann fertig geschnitten und auf Instagram hochgeladen habe. Es kam richtig gut an.
In Mörfelden-Walldorf wurde es in der nächsten Woche sehr nass. Meine Aufgabe mit den Freiwilligen aus dem Vorjahr war es den Teich unserer NABU-Hütte im Nassen Tal größtenteils von Schlamm zu befreien. Wir haben also Teichhosen angezogen und sind durch den Teich gewatet. Das kühle Wasser war bei den Temperaturen sehr angenehm.
Das Highlight des Monats waren gegen Ende auf jeden Fall die Europäischen Sumpfschildkröten. Wir durften am Kühkopf in Erfelden dabei sein wie Schildkröten, die von Zoos aufgezogen oder teilweise in der Nähe gefunden wurden, wieder ausgesetzt wurden. Am Anfang gab es eine kleine Begrüßung, bei der erklärt wird, woher die Tiere kommen und wie sie aufgezogen wurden. Dann musste jede einzelne Schildkröte gewogen und vermessen werden. Ein paar Tiere durfte ich auch messen. Es hat sich jeder eine Sumpfschildkröte genommen und nach vielen Fotos freigelassen.
Gegen Nachmittag wurden dann die beiden Freiwilligen verabschiedet. Wir sind also nach Walldorf gefahren, wo im Nassen Tal Kuchen gegessen haben. Detlef hatte außerdem noch einen Mäusebussard dabei. Nachdem wir eine gute Stelle gefunden haben, durften die beiden Freiwilligen gemeinsam als Abschluss freilassen.